Gastblogger

Hackathon zur lernfähigen Videokamera „DeepLens“ von AWS

Dies ist ein Beitrag von Gastblogger Luis Pracejus, InfoTec Azubi

An zwei Tagen haben wir Auszubildende der TUI InfoTec uns mit der Lernplattform Amazon DeepLens beschäftigt und einen Hackathon durchgeführt. Ein Hackathon ist eine Veranstaltung auf der nützliche und kreative Software oder Hardware entwickelt wird und nicht PCs gehackt werden, wie man vielleicht meinen könnte.

Die DeepLens, die wir genutzt haben, ist ein Computersystem mit integrierter Kamera. Sie ermöglicht die Ausführung von Deep Learning. Deep Learning beschreibt eine Optimierungsmethode künstlicher neuronaler Netzwerke. Die Neuronalen Netzwerke stellen wiederum einen Zweig von künstlicher Intelligenz dar. Sie sollen ähnlich eines menschlichen Gehirns Informationen verarbeiten sowie Modelle bilden. Auf diese Weise kann die DeepLens unterschiedliche Berechnungen durchführen und zum Beispiel Objekte oder Gesichter erkennen.

Der Einstieg in das Thema war etwas umständlich, da das Gerät noch nicht offiziell auf dem Markt ist. Deshalb war die weitere Informationsbeschaffung im Internet erschwert. Das Verbinden der unterschiedlichen Services und Funktionen von Amazon Web Services  (AWS) mit dem Gerät dauerte teilweise unverhältnismäßig lange. Dies liegt daran, dass das Bildmaterial der Kamera zu Servern von Amazon in die USA geschickt wird, wo man es anschließend auswertet. AWS stellt dabei Dienste wie beispielsweise Rechenleistung, Speicherplatz und Cloud Computing zur Verfügung.  Die bereits vorhandenen Projekte die AWS zur Verfügung stellt, waren dafür schnell anwendbar und die Effekte unmittelbar ersichtlich. Das Erkennen von Objekten und Menschen hat schon recht gut funktioniert. In unserer zweitägigen Auseinandersetzung mit dem Gerät, haben wir hauptsächlich gelernt mit der DeepLens selbst umzugehen. Die DeepLearning Services von AWS kennenzulernen würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen und eine tiefere Auseinandersetzung mit neuronalen Netzwerken erfordern. Wir haben jedoch ein Skript so geschrieben, dass die Kamera jede Person erkennt, die durch das Bild läuft. Danach wurde uns die Anzahl der momentan erfassten Personen  angezeigt.

Der Hackathon hat uns viel Freude bereitet, da dies eine willkommene Abwechslung zu unserem Berufsalltag darstellte und wir uns selbst aussuchen konnten, was wir mit der DeepLens machen möchten. Wir haben somit auch einen kleinen Einblick in die Projektarbeit erhalten, indem wir kleinere Teams gebildet haben, welche sich um unterschiedliche Aufgabenstellungen gekümmert haben. Beispielsweise hat sich ein Team mit dem Verfassen eines Skripts beschäftigt, welches der DeepLens sagt, was sie machen soll, während sich andere wiederum darum gekümmert haben, das Gerät technisch besser kennenzulernen und die erwähnten vorhandenen Projekte zu testen.

Am Ende sind wir zu dem Fazit gekommen, dass wir gerne wieder an einem Hackathon teilnehmen würden. Dann jedoch zu einem Thema, bei dem man schon ein wenig Vorwissen hat und die Möglichkeiten der vorhandenen Technik umfangreicher sind, als bei der DeepLens.

 

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