Truc Le

Mein Alltag im Reisebüro

Mein Name ist Truc und ich habe im August letzten Jahres mit meiner Ausbildung als Tourismuskauffrau in Endingen angefangen und freue mich nun, euch ein paar Einblicke in meinen Azubi-Alltag zu geben.

Wenn ich so zurück denke, bin ich wirklich verwundert wie „schnell“ die Zeit doch verging. Plötzlich darf ich selbstständig Kunden beraten, Buchungen durchführen und generell eigenverantwortlich arbeiten. Mein Glück ist natürlich auch, dass ich in einem kleinen Büro mitten im Schwarzwald arbeite, wodurch ich auch schnell den Kontakt zu Kunden hatte. Es wissen vielleicht nicht alle, was wir als Tourismuskaufleute alles machen. Ganz ehrlich? Ich wusste es am Anfang auch nicht, aber mittlerweile kann ich sagen, wir buchen nicht einfach nur den Urlaub für unsere Kunden, sondern tun noch viel mehr.

Mein typisches Tagesgeschäft sieht wie folgt aus:

Mein Arbeitstag startet um 9 Uhr, dann trage ich, wenn noch keine Kollegin im Büro ist, den Kundenstopper (ein Schild mit Angeboten) nach draußen. Zusätzlich stelle ich einen Aufsteller mit verschiedenen Angebotsflyern von Veranstaltern vor die Tür, damit sie für unsere Kunden griffbereit sind.
Danach wird meistens noch die Kaffeemaschine angemacht, frisch gespülte Gläser aus der Spülmaschine ausgeräumt, das Geld wird aus dem Tresor geholt und schlussendlich wird der Computer hochgefahren und die Kunden können kommen!

Doch wie hat das alles angefangen und ab wann wurde es bei mir langsam zur Routine?
Nach sieben Monaten kann ich stolz behaupten, dass ich schon  sehr viel Verantwortung übernehmen darf. Direkt am ersten Tag hatte ich einen Platz am Counter. Ich hätte quasi Kunden annehmen dürfen. Aber als erstes musste ich sehr viele Passwörter erstellen, mich im System anmelden und mir so langsam einen Überblick über alle Programme verschaffen.
Die nächste Aufgabe, die für mich mittlerweile ein Klacks ist, war es  Anrufe anzunehmen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich für eine Panik hatte. Bis dahin habe ich es nicht einmal gemocht, beim Arzt anzurufen, um mir Termine zu machen.
Den Kontakt zu den Kunden hatte ich eigentlich schon am Anfang, wenn ich mich so richtig erinnern kann. Ich durfte den Kundenberatungsbogen schon einmal ausfüllen und sobald es in die Tiefe ging, haben mir meine Kolleginnen geholfen oder waren schon direkt von Anfang an dabei.

Das war ein kleiner Einblick wie alles angefangen hat. Meine Chefin sagt immer gerne „Learning by doing“ und so hat sich auch die Routine bei mir langsam entwickelt.

Neben den beschriebenen Aufgaben bin ich noch für weitere Dinge zuständig:
Wöchentliches wechseln der Angebote und zudem auch die neue Deko im Schaufenster aufbauen und auswechseln, der wöchentliche Gang zur Bank, Ablagen (vergangene Vorgänge im Ordner abheften), zum Briefkasten gehen, Kataloge bestellen und aussortieren und ganz wichtig: jederzeit dem Kunden zur Verfügung stehen. Wenn zum Beispiel eine Flugzeitenänderung oder Baustelleninfo vorhanden ist, informiere ich die Kunden.

Wie die meisten, wusste ich nach meinem Abitur einfach nicht in welche berufliche Richtung ich gehen möchte. Habe beim Bewerben glücklicherweise gemerkt, dass ich immer wieder vom Reisen und Planen schwärme. Unser Beruf ist abwechslungsreich, man trifft auf verschiedene Kunden und jeden Tag erlebt man etwas Neues.  Genau das habe ich mir gewünscht.

Vielleicht hört Ihr bald wieder von mir, wenn ich in Ägypten auf Seminarreise bin. (Ein weiterer Pluspunkt :D)

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