Takwa Al-Falah

Olà Cabo Verde!

Flugzeug„Jetzt geht’s loooos!“. Endlich ist es so weit, der Reiseleitereinsatz steht als nächste Station auf meinem Ausbildungsplan. Zielgebiet: Kapverdische Inseln, die Perlen im Atlantik.

Von Familie und Freunden am Flughafen verabschiedet, sitzt man nun alleine in der Abflughalle und wartet auf den Aufruf seines Fliegers. In Gedanken schon im Zielgebiet versunken, werde ich jedoch durch einen ganz anderen Aufruf aus meinen Gedanken gerissen: „MRS. TAKWA AL FALAH, PLEASE COME IMMEDIATELY TO GATE 20, MRS. TAKWA AL FALAH GATE 20!”. Jetzt aber schnell in den Flieger, bevor er ohne mich los fliegt.  Abgehoben, in der Luft und wieder gelandet, empfangen mich meine Kolleginnen am Flughafen in Sal und fahren mit mir in die RIU Hotelanlage für ein gemeinsames Abendessen.

Den zweiten Tag hatte ich frei, sodass ich auf eigene Faust die Insel erkunden und mir mein eigenes Bild verschaffen konnte. Es scheint mir so: Gott erschuf die Welt an nur einem Tag. Am Ende des Tages blickte er auf sein Werk und klopfte sich zufrieden auf die Schulter. Ein paar Krümel Sand und Steine ließ er mitten in den Atlantik fallen und so ähnlich entstanden die Kapverden :).

Die Inselkette besteht aus insgesamt 16 Inseln, wovon aber nur 9 bewohnt werden. Die Kapverden als ein Ganzes zu beschreiben ist meiner Meinung nach unmöglich. Die Unterschiede zwischen den Inseln sind dafür zu groß und zeigen sich nicht nur in der Geschichte, Kultur und dem „Creolo”, sondern auch in der Landschaft. Eins ist jedoch sicher und auf alle Inseln übertragbar: die typisch kapverdische Lebensweise des „no stress“.

FischerbootEin endlos langer weißer Sandstrand, kristallklares Wasser, Fischerboote und ein wolkenloser Himmel laden zum Baden ein. Man benötigt nicht viel Zeit, um sich hier einzuleben und sich in dieser Kultur wohlzufühlen. Die Stimmung der Kapverdianer färbt schnell auf einen ab: gemütlich und lebensfroh! Die bunten Häuser, Obst- und Gemüsemärkte und die Musik lassen einem keine andere Wahl, als  dass man gute Laune hat und den ganzen Tag lang ein Lächeln trägt.Selbst in der Kirche, wo jeden Sonntag um 11:30 Uhr der katholische Gottesdienst stattfindet, wird getanzt und gesungen wie in einem Gospelchor à la Sister Act.

Nachdem ich die Insel nun auch besser kannte und mich mit dem Arbeitsalltag vertraut gemacht habe, ging es nun auch für mich an die Arbeit. In TUI Uniform gekleidet hatte ich den ersten „offiziellen“ Arbeitstag am Flughafen in Sal. Die Gäste vom Hotel abholen, eine Ansprache im Transferbus halten, persönlich bis zum Check-in Schalter begleiten und dann direkt zur Ankunftshalle, um die neuen Gäste in Empfang zu nehmen. Vorbereitet mit Infobroschüren und Einladungen zum TUI Welcome nehmen wir die Gäste mit einem „Herzlich Willkommen auf Sal“ in Empfang. Mit Infobroschüren in der Hand werden die Gäste mit ihren Koffern zu den Bussen geschickt und ab geht’s ins Hotel.

Die Aufgaben eines Reiseleiters umfassen aber nicht nur das Empfangen der Gäste am Flughafen: Wir organisieren, leiten und verkaufen Ausflüge, betreuen die Gäste am Flughafen und in den Hotels und halten die Stellung im Backoffice.

Für mich persönlich war der 4-wöchtige Einsatz als Reiseleiterin eine absolut tolle Erfahrung. Jedes Jahr und bei jedem Urlaub habe ich mir gedacht: „Hey, das  werde ich irgendwann auf jeden Fall auch mal machen!“. Und dann war es wirklich soweit, da habe ich mit der Uniform und dem Klemmbrett vor den Gästen gestanden und Ihnen die wichtigsten Infos für Ihren Urlaub mit auf den Weg gegeben.

Strand

Super Sache! Mal sehen, wo es mich als nächstes hintreibt. 🙂

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