Josephina

Reiseführer Hannover – Die charmante Alte

Niki de Saint Phalles Plastiken
Beim Flohmarkt immer mit dabei: Hannover “große” Mädchen – die Nanas

Es ist Samstagmorgen. Um 11 Uhr schwinge ich mich auf mein rosa Fahrrad und radel los. Ich bin heute auf Schnäppchenjagd. Mein Ziel ist der Altstadt-Flohmarkt am Hohen Ufer.

Jeden Samstag bauen hier die Händler und Trödelsammler ihre Stände auf. Wer die richtig tollen Sachen ergattern will, muss früh aufstehen. Bereits um 8:00 Uhr wird um die ersten Preise gefeilscht. Ich bin eher spät dran, aber vielleicht habe ich ja Glück und entdecke zwischen all den Tischen und Ständen, den einen Gegenstand, den ich schon immer gebraucht habe, es aber bis heute noch nicht wusst

Zwischen Niki de Saint Phalles großen Mädchen schlendere ich vorbei an Kitsch und Kunst, Trödel und Kram.

Und dann fällt mein Blick auf diesen einzigartigen Ohrensessel mit Union Flag Aufdruck. Er sieht aus als hätte er schon einige Jahre hinter sich, ganz getreu dem Motto “Shabby Chic”. Ich bin auf den ersten Blick verliebt- hin und weg. Er passt nicht ganz zu dem Stil meiner anderen Möbel, muss ich gestehen, und ich müsste den Nachmittag damit verbringen, meine Wohnung umzuräumen, aber mich verlässt dieses Gefühl einfach nicht, dass ich ihn dringend haben muss!

Ich gehe also zu dem Verkäufer und bin auf große Verhandlungen eingestellt. “140€!” Für einen Flohmarkt finde ich das doch schon ziemlich happig. Also versuche ich den Preis zu drücken, aber der Händler lässt nicht mit sich verhandeln. Ich versuche es noch ein, zweimal, aber er bleibt standhaft. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Obwohl auf der Internetseite steht, dass Neu- und Massenware nicht verkauft wird, sagt mir der Händler, dass er den Sessel ja nicht unter den Einkaufspreis verkaufen kann. Schade, aber auf meinen Gepackträger hätte er wahrscheinlich eh nicht gepasst.

Im Teestübchen
Kuchen…hmmh!

Von den vielen Eindrücken des Flohmarktes bin ich ziemlich erschöpft und auch ein bisschen hungrig geworden. Mein Weg führt mich instinktiv zu meinem Lieblingscafé- Das Teestübchen. Ein kleines, niedliches Café direkt am Ballhof-Theater. Meiner Meinung nach gibt es hier den weltbesten selbstgebackenen Kuchen! Ich habe Glück und finde noch einen Platz. Dies ist leider nicht immer so. Gerade zu den richtigen Kaffee-Zeiten ist es schwierig hier einen Tisch zu bekommen. Im Sommer stehen draußen immer kleine grüne Liegestühle, die die Anzahl der Sitzplätze deutlich steigen lässt, aber jetzt im Herbst, lieben die Gäste die lauschige Atmosphäre drinnen. Der Kaffee wird in alten Porzellantassen serviert und die Kännchen für den Tee könnten von meiner Oma sein.

Sollte man im Teestübchen mal keinen Platz bekommen, findet sich in der Nähe sicherlich einer in den umliegenden Cafés. Wer nach dem Flohmarktbesuch noch nicht genug von Kitsch und Klimbim hat, ist im Café Glücksmoment genau richtig. Das kleine Café in der Knochenhauerstraße lässt Mädchenträume wahr werden.

Das Teestübchen
Kleine Cafés, Fachwerkhäuser und der “Bauch Hannovers” sind in der Altstadt zu Hause.

Ein weiteres durchaus bei den Hannoveranern bekanntes Café ist das Café Konrad. Hier gibt es den Café au Lait in riesigen Schüsseln zum Schlürfen wie in Frankreich und die Torten lassen einem ein schlechtes Gewissen bekommen.

Natürlich hat Hannovers Altstadt noch sooo viel mehr zu bieten. (Vor allem aber kulinarisch, dazu gleich mehr 😉 ) Nach meiner kleinen Stärkung gehe ich also wieder raus in das Herbstwetter und schlendere durch die schmalen Gassen, die eingerahmt von Fachwerkhäusern sind. Diese Fachwerkhäuser wurden aus ganz Hannover zusammen getragen, da die Altstadt während der Bombadierung fast vollständig zerstört wurde. Mein Weg führt mich zur Marktkirche vorbei am Historischen Museum und dem Leineschloss, in dem heute der Niedersächsische Landtag sitzt. Hinter der Marktkirche befindet sich das Alte Rathaus und das Standesamt.

Und jetzt wird’s wieder lecker! Vor mir befindet sich die Markthalle. Die Markhalle wird auch der “Bauch von Hannover” genannt und zur Mittagszeit ist hier fast kein Durchkommen. Hier werden die verschiedensten Gerichte angeboten und verkauft. Wer hier mit leerem Magen rausgeht, ist selbst Schuld. 😉

Mit unserer kleinen Reihe “Reiseführer Hannover” stellen wir euch unsere Lieblingsecken und -orte in der “TUI Hauptstadt” vor (die wichtigsten Plätze und Geheimtipps inklusive!). Weitere Tipps bekommt ihr z.B. in Julius Blogbeitrag “Linden Love“.

2 Antworten

  1. Liebe Josephina,
    da läuft einem ja wirklich das Wasser im Munde zusammen! Hmmmm….
    Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Hannover-Tipps!:-)

    Liebe Grüße an das ganze TUI AzubiBlog-Team
    Eure Kirsten

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