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Richtig bewerben – aber wie!?!?!

Dies ist ein Gastbeitrag von Svenja aus dem Recruiting-Office

Svenja (links) ist fit für die Bewerbung – ihr auch?

Schule ist stressig, das ist bekannt, aber das letzte Schuljahr hat es ganz besonders in sich: Es ist die Zeit des Lernens und der intensiven Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Parallel soll man sich jetzt auch noch um seine berufliche Zukunft kümmern. Du denkst das klingt stressig und ist auch gar nicht so einfach? Stimmt! 😉

Aber dann, nach langem Kopfzerbrechen, Abwägen der Möglichkeiten, stundenlangen Recherchen und endlosen Gesprächen mit Familie und Freunden hast du dich endlich entschieden: Du möchtest einen Ausbildungsberuf erlernen und weißt auch schon welchen. Großartig! Der erste Schritt ist getan, doch dann folgt auch schon das nächste Problem: Wie bewerbe ich mich richtig?  Um hier ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir für euch ein paar Tipps für eine gute Bewerbung und zur Vorbereitung auf das weitere Auswahlverfahren zusammengestellt.

Wer nach der Schule eine Berufsausbildung anfangen möchte, sollte sich in den Sommerferien vor dem letzten Schuljahr für einen Starttermin im August bewerben. Große Unternehmen wie die TUI beginnen oft schon früh mit der Suche nach ihren neuen Azubis, manchmal sogar schon anderthalb Jahre vor dem Ausbildungsbeginn. Informiere dich auf jeden Fall rechtzeitig bei den Unternehmen, bei denen du dich bewerben möchtest, über die Bewerbungsfristen und reiche deine Bewerbungsunterlagen frühzeitig ein. Hilfreich sind hier oft die jeweiligen Internetseiten der Unternehmen oder auch Jobbörsen wie die IHK-Lehrstellenbörse oder die Bundesagentur für Arbeit.  Wenn diese Informationen online nicht zu finden sind oder du noch weitere Fragen zur Ausbildung oder dem Unternehmen hast, dann versuche per E-Mail oder telefonisch mit dem jeweiligen Ansprechpartner in Kontakt zu treten. Oft haben Unternehmen hierfür auch eigene Facebook-Karriereseiten oder Blogs, über die du dich informieren kannst (wie auch wir unter www.facebook.com/tuikarriere oder www.tui-azubiblog.de). Den in Bewerbungsratgebern oft gut gemeinten Rat, vor der Bewerbung beim Unternehmen ziellos anzurufen, teilen wir aber nicht. Dieser Übereifer verschafft euch bei uns zumindest keinen Vorteil bei der Bewerbung, da dein Anruf deiner Bewerbung nicht zugeordnet wird. Rufe daher am besten nur an, wenn du wirklich eine offene Frage hast. 😉

Natürlich zählt auch bei einer Bewerbung „der erste Eindruck“. Denn eine Be-WERBUNG bedeutet immer auch Werbung in eigener Sache. Es gilt den Wunscharbeitgeber von den eigenen Kompetenzen, der Motivation und der Persönlichkeit eindrucksvoll zu überzeugen. Stell dir vor, du selbst sollst einen Bewerber einstellen, den du gar nicht kennst. Was hast du in der Hand um ihn oder sie zu beurteilen? Zunächst nur seine  Bewerbungsunterlagen. Diese sollten individuell für die jeweilige Stelle ausgearbeitet werden. Hier geht es um die richtige Formulierung, darum deine Stärken hervorzuheben, aber auch um die optische Gestaltung und die Vollständigkeit der Dokumente. Im Allgemeinen gehören zu einer vollständigen Bewerbung Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse, sowie Praktikabescheinigungen oder Zertifikate über zusätzliche Kurse, Auslandsaufenthalte oder Bewerbungstrainings. Wenn du dich ehrenamtlich engagierst, solltest du das auch in deine Bewerbung schreiben – so hebst du dich von deinen Mitbewerbern ab. Lies am besten auch in der Stellenausschreibung nach, welche Unterlagen gefordert werden, da jedes Unternehmen unterschiedliche Anforderungen hat. So fordern wir bei der TUI beispielsweise von unseren Bewerbern neben den letzten beiden Schulzeugnissen auch das Abschlusszeugnis der 10. Klasse an. Ein Bewerbungsfoto muss nicht mitgeschickt werden. Wenn du deiner Bewerbung damit  aber gerne eine persönliche Note geben möchtest, dann solltest du das Foto ordentlich gekleidet, bestenfalls von einem guten Fotografen aufnehmen lassen. Denn Fotos im Spaghettiträgertop oder im Fußballtrikot hinterlassen keinen seriösen Eindruck. Denk immer daran: Die Bewerbung ist deine Visitenkarte – so wie du dich hier präsentierst, so wirst du auch wahrgenommen.

Standardanschreiben, in denen mit Copy und Paste der immer gleiche Text verwendet wird haben wenig Chancen zu überzeugen. Auf das Anschreiben gehören auf jeden Fall auch die eigenen Kontaktdaten, damit das Unternehmen dich später erreichen kann. Wäre doch zu schade wenn dich die Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht erreichen würde. Deinen E-Mail Eingang solltest du also regelmäßig kontrollieren, genauso wie deinen Briefkasten. Wir laden unsere Bewerber übrigens in der Regel per E-Mail zum Vorstellungsgespräch ein. Achte darauf, dass du dich auf eine Einladung auch zurückmeldest – selbst wenn du nicht mehr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sein solltest. So hinterlässt du einen professionellen Eindruck –  denn vielleicht willst du dich später ja noch einmal dort bewerben.

Dein Lebenslauf sollte natürlich lückenlos sein. Aufgeführt werden darin die besuchten Schulen und Abschlüsse, gerne mit erreichter Durchschnittsnote. Außerdem solltest du absolvierte Praktika (inklusive Kurzbeschreibung der Tätigkeiten), sonstiges Engagement und besondere Fähigkeiten aufführen. Gerade bei jungen Leuten sind auch Hobbys interessant, da wir Bewerber so besser einschätzen können. Wer eine Jugendgruppe leitet und dort Ausflüge und Zeltlager plant, beweist beispielsweise Organisationstalent und Sozialkompetenz. Wer seit Jahren in einer Sportmannschaft aktiv ist oder bei den Pfadfindern mitmacht, ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein umgänglicher und teamfähiger Mensch. Wer es beim Fußball in die Auswahlmannschaft seines Bezirks oder im Karate den schwarzen Gürtel geschafft hat, beweist mehr als nur eine sportliche Begabung, nämlich auch Leistungsbereitschaft und Ehrgeiz. Hobbys wie Feiern oder Computer spielen sind natürlich auch legitim, müssen aber nicht unbedingt aufgeführt werden, da sie keine Rückschlüsse auf besondere Fähigkeiten liefern ;-).

Und nun zur Form: Flecken, Eselsohren, grobe Rechtschreibfehler und Lebensläufe, bei denen einem beim Lesen schwindelig wird, führen meistens nicht zu einem guten Ende. Wer sich Mühe bei seiner Bewerbung gibt, sie von Eltern, Freunden oder einem netten Lehrer Korrektur lesen lässt und noch einmal gründlich durchschaut, bevor er sie abschickt, hat schon einmal gute Karten. Es lohnt sich auf jeden Fall diese zusätzliche Zeit zu investieren, denn halbherzig erstellte Unterlagen signalisieren keine besonders hohe Motivation seitens des Bewerbers. Viele Unternehmen, gerade die Größeren und unter anderem auch wir, haben vollständig auf Online-Bewerbungen über deren Website umgestellt. Damit fällt zwar die Gefahr von Eselsohren und Fettflecken teilweise weg, aber gerade beim schnellen Tippen in einem Online-Formular ist es doppelt wichtig, auf Rechtschreib- und Grammatikfehler zu achten. Und auch die eingescannten Unterlagen müssen natürlich fleckenfrei und gut lesbar sein. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse müssen meist zusätzlich hochgeladen werden. Jpeg- oder PDF-Dateien eignen sich hierfür besser als Word- oder Exceldateien.

In diesem Sinne viel Spaß beim Bewerben! Wir haben übrigens wieder viele offene Stellen für 2014! 😉

Falls du Interesse an ein paar Tipps zu Assessment-Centern und Vorstellungsgesprächen hast, behalte unseren Blog im Auge, eine kleine Fortsetzung zu diesem Thema wird in Kürze folgen.

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