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Wie stehe ich ein Vorstellungsgespräch oder Assessment Center durch?

Dies ist ein Gastbeitrag von Svenja aus dem Recruiting-Office.

Drei Kreuze sind gemacht: die Schule ist geschafft, der Wunsch-Ausbildungsberuf ausgewählt, die Bewerbungen geschrieben. Doch dann kommt sie: die gefürchtete Einladung zum Vorstellungsgespräch, Wissenstest oder Assessment Center. Um euch ein bisschen die Angst zu nehmen (denn so wild ist das Ganze gar nicht), haben wir euch ein paar Tipps zusammen gestellt.

Viele Unternehmen lassen potenzielle neue Auszubildende vor einem persönlichen Kennenlernen einen Wissenstest durchführen. Dieser kann online oder als Präsenztest durchgeführt werden. Hier werden meist Allgemeinwissen, Logisches Denken, Konzentrationsfähigkeit und für den Ausbildungsberuf spezifisches Wissen abgefragt.

Wer dann zu einem Auswahlworkshop, auch Assessment Center genannt, oder einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat schon viel erreicht und sich gegenüber einer großen Anzahl anderer Bewerber durchgesetzt. Jetzt geht es nicht mehr um Noten, sondern darum, den Bewerber persönlich kennenzulernen und zu schauen, ob er zum Unternehmen und den künftigen Aufgaben passt. Auch bei der TUI ist es überwiegend so, dass gute Bewerbungen die Einladung zu einem Einstellungstest und dann, bei erfolgreichem Abschneiden, die Einladung zu einem Assessment-Center folgt.

Schon vor, aber auch während des Bewerbungsgespräches können gut vorbereitete Bewerber mit Kleinigkeiten Punkte sammeln:

  • Pünktlichkeit: Am besten einen ausreichenden Zeitpuffer einplanen und lieber vor der Firma oder im Eingangsbereich noch etwas warten.
  • Kleidung: Sie sollte nicht nur sauber und ordentlich, sondern auch dem Unternehmen angepasst sein. Das heißt: Anzug und Krawatte in der Bank, für die Werkstatt reichen auch saubere Jeans und ein Hemd. Keine Flecken, keine Mützen oder Kappen und für Mädchen auch keine tiefen Ausschnitte oder kurzen Röcke.
  • Begrüßung: Gib dem Gegenüber die Hand und setzte dich erst, wenn du dazu aufgefordert wirst.
  • Gesprächsverhalten: Such immer wieder Blickkontakt, schau nicht am Gesprächspartner vorbei oder auf den Boden. Lächel ab und an, sprich klar und in ganzen Sätzen.
  • Antworten: Ein knappes Ja oder Nein wirkt nicht nur unhöflich, sondern nimmt auch die Chance, von sich zu erzählen und sich zu präsentieren.
  • Natürlichkeit: Fang nicht an zu schwindeln oder dich zu verstellen. Gib lieber offen und ehrlich zu, wenn du mal nicht weiter weißt oder eine Frage nicht beantworten kannst.
  • Keine Einbahnstraße: Stell ruhig selbst Fragen – gerade dann, wenn du dazu aufgefordert wirst. Zum Beispiel nach der Betreuung der Azubis, den Berufsschulzeiten oder auch nach den Einsatzmöglichkeiten nach der Ausbildung oder der Vergütung.
  • Und schließlich: Keine Panik – die Personalverantwortlichen wissen, dass sie Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gegenübersitzen und nicht erfahrenen Arbeitnehmern. Sie wollen dich kennenlernen und ein nettes Gespräch mit dir führen, nicht dich verschrecken!

Hilfreich kann es sein, das Vorstellungsgespräch vorab mit Freunden oder Eltern zu üben. Auf Fragen wie “Warum haben Sie sich bei uns beworben?”, “Was interessiert Sie an der Ausbildung?” kann man sich schon vorher eine gute Antwort überlegen.

Vielleicht an dieser Stelle noch ein paar Worte zum Thema Assessment-Center. Hört sich erst einmal wild an, ist aber gar nicht schlimm und kann, wenn man sich darauf einlässt, sogar ein wenig Spaß machen. Dahinter verbirgt sich eigentlich nichts anderes außer verschiedene Gruppen- und Einzelübungen. Unter Gruppenübungen kann man sich z.B. verschiedene Gruppendiskussionen mit anschließender Präsentation der Ergebnisse oder Rollenspiele vorstellen. Die Einzelübungen sind in der Regel klassischerweise kleine persönliche Interviews oder Selbstpräsentationen.

Alles in allem zählt aber immer: Sei ganz du selbst und verstell dich nicht! Natürlich darf es ruhig ein wenig Eigenmarketing sein, aber du kannst nicht drei Jahre jeden Morgen beim Empfang eine Maske aufsetzten – acht Stunden eine Rolle spielen und abends dein „ICH“ wieder am Empfang abholen. Funktioniert nur, wenn du Schauspieler werden möchtest ;-).

In diesem Sinne viel Spaß beim Bewerben!

Das ist der zweite Gastbeitrag von Svenja. In ihrem ersten Beitrag gibt sie Tipps, wie man sich richtig bewirbt.

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