Julius

“This is f***ing awesome” – Wir sind Tourismuskaufleute!

Gute Leute – Der Abschlussjahrgang 2014

Wenn man 2,5 Jahre gehen würde, käme man (vorausgesetzt, man geht immer etwa den halben Tag und ruht danach), zumindest wenn man übers Wasser gehen könnte, 1,5-mal um die Welt.
Beeindruckend, oder? Aber was hat man davon? Richtig: Neben Blasen an den Füßen vermutlich nicht so viel.
Das dachte sich eventuell im August 2011 auch der eine oder andere und begann eine Ausbildung bei der TUI.

Hier sollten wir nämlich nach (i.d.R.) 2,5 Jahren mehr bekommen als Blasen an den Füßen: Und zwar 2,5 Jahre Berufserfahrung beim europäischen Marktführer in der Touristikbranche, viel, viel Spaß und nicht zuletzt einen IHK-Abschluss als Tourismuskaufleute. Die ersten beiden Punkte hatten wir bereits (die 1,5 Weltumrundungen schafften manche von uns mit Sicherheit auch – aber eher mit dem Flugzeug :-)), nun sollte es an den IHK-Abschluss gehen. Aber wie macht man das?

Ganz wichtig hierbei ist, dass für das Bestehen und für den Notenschnitt ganz alleine die Prüfung zählt, keine Zwischenprüfung, keine Schulnoten, nicht wie zum Beispiel beim Abi. Im November des letzten Jahres hatten wir dann schon die schriftliche Abschlussprüfung (40% touristisch, offene Fragen, 20% Rechnungswesen, multiple choice, 10% Wirtschaft und Sozialkunde, multiple choice). Die Ergebnisse bekamen wir pünktlich als Weihnachtsgeschenk und mussten uns dann bis zum neuen Jahr gedulden, in dem wir zur mündlichen Prüfung „antreten“ „durften“. Während ich bei meiner mündlichen Abiprüfung fast gar nicht aufgeregt gewesen bin, zitterten meine Knie schon, als ich mit vier Mitazubis wartete, um zur Prüfung abgeholt zu werden. Im Prüfungsraum wartete dann neben einem Berufsschullehrer, einer Mitarbeiterin aus unserer Ausbildungsabteilung, zwei weiteren, mir bis dahin unbekannten Personen und einem zweiten Berufsschullehrer (der aber nur zum Zusehen dabei war) ein Tisch auf mich, auf dem zwei Vorschläge für eine Aufgabe lagen. Ich hatte dann 15 Minuten zur Vorbereitung und 20 Minuten zum Präsentieren meiner Ergebnisse. Die Situation der Prüfung kann ganz verschieden sein, meine Aufgabe war es, Vertriebspartnern in Grundzügen ein für das eigene Unternehmen neues Produkt zu präsentieren, wobei ich auf ein paar genannte Fragen eingehen sollte. Theoretisch hat man die 20 Minuten ganz für sich alleine, wenn man allerdings vorher fertig wird (wie ich), ist es die Aufgabe der Prüfer, den Rest der Zeit mit themenbezogenen Fragen zu überbrücken. Nicht besonders angenehm, aber machbar.

Ein schönes Stück Papier.

Dann musste ich den Raum verlassen und wurde etwas später wieder hineingerufen, um mir mein Ergebnis abzuholen. Was passierte, nachdem ich mein Ergebnis erfahren hatte, weiß ich auch nicht mehr genau. Es war mir auch egal, Hauptsache, ich bin durch! Um es mit einem Liedzitat zu sagen, das wir auf unserer Seminarreise in der Türkei etwa 1896 mal gehört haben: “This is f***ing awesome”! Ich bekam dann noch einen Zettel, auf dem stand, dass ich bestanden hatte, und dann ging es für mich raus: Das Ergebnis feiern: „Ich trink einen Sekt vielleicht…“, kurz zum Arbeitsamt, dann weiterfeiern.

In den nächsten Tagen folgten dann noch ein paar Klassentreffen und Feiereien mit den Mitazubis, weil sich die Wege für viele erst einmal trennen: Manche studieren, arbeiten woanders oder gehen ins Ausland – Schade, dass nicht mehr Leute bei der TUI bleiben.
So doof es sich anhört, aber wieder ist ein weiterer Lebensabschnitt geschafft und ich freue mich auf das, was jetzt kommt. Und bedanke mich herzlichst bei Mitauszubildenden, Ausbildern, Kollegen und der Ausbildungsabteilung für viele schöne Momente, tolle Erinnerungen und eine sehr gute Ausbildung, die ich übrigens jedem ans Herz legen würde: Ich habe gehört, man kann sich schon fürs nächste Jahr bewerben. 😉

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